normal
" Wer in Zürich Velo fährt, ist nicht normal - normal wird es erst, wenn viele fahren. Darum fahre ich Velo. "Franz Hohler
weniger ist mehr
" Ich nehme sowieso keine Medikamente, ich bleibe lieber ein paar Tage länger im Bett! "Roger Federer, anlässlich der Dopingaffäre von Martina Hingis
Rücken
" Eigentlich geht es mir mit jedem Jahr besser, ich kann jetzt auch einen Nachmittag im Garten arbeiten, ohne dass der Rücken schmerzt. Aber ich mache auch nicht mehr den ganzen Nachmittag das Gleiche! "Patientin mit "unheilbarem" Rückenleiden
Ausbildung
" Ich kämpfe schon seit den 1980er Jahren für eine besser Ausbildungsqualität. Ich sehe allerdings mit Schrecken, dass sie eher schlechter wurde... Vor kurzem machte ich selbst Erfahrungen mit mangelhaft ausgebildeten Kollegen. Nach einer Knieoperation fiel ich in der Reha-Klinik in die Hände von Physiotherapeuten. Ich dachte, dass heute alle Therapeuten die Wundheilungsstadien kennen und ihre Massnahmen angemessen und befundbezogen dosieren. Doch statt gezielter Physiotherapie sollte ich viel zu früh an Geräten trainieren. Wie man mit verletzten Strukturen in der Heilungsphase umgeht, wussten wir schon vor 30 Jahren. Ich war über die fehlenden Kenntnisse in der Physiologie und Biomechanik erschüttert. "Margrit List (77)
ehem. Leiterin der staatlichen Berufsfachschule für Phyiotherapie
an der Ludwig Maximilian Universität München
1983-88 Präsidentin der World Cofederation for Physical Therapy (WCPT)
Feldenkrais – Hirntraining – Gehirnentwicklung
Bewegungswissenschaftler haben festgestellt, dass Muskeltraining und Reaktions-übungen am Computer mehr nützen als Krafttraining allein. (Sendung Puls vom 19.9.11, Schweizer Familie Nr. 37 vom 15.9.11) Das heisst: Bei einem kombinierten Muskel-Hirn-Training verbessert sich z.B. die Gangsicherheit zusätzlich, weil Gehen nicht so einfach ist und neben Kraft auch Wahrnehmung und Koordination erfordert.Nun gibt es viele Bewegungs- und Trainingsmethoden, welche uns auch ohne Computer herausfordern. Egal ob es sich dabei um Arbeit, Kraftübungen, eine exotische Bewegungslehre oder auch „nur“ Altersturnen handelt. Vor allem wenn es darum geht so etwas neu zu erlernen. Sobald das Programm aber einmal bekannt ist, fehlt der Anreiz zu Neuem und das Gehirn kann auch während des Trainings mit Begleitmusik abgelenkt werden.
Ganz anders mit der Feldenkrais-Methode. Hier wird mit einfachen Bewegungen gearbeitet. Diese sind immer neu oder neu zusammengesetzt. Dadurch muss jedes Mal Neues verarbeitet werden. Dieses Gehirntraining macht die Bewegungen runder und fliessender. Es wird aber auch gelernt, Schwierigkeiten zu erkennen und zu meistern und dabei die Fähigkeit verbessert Entscheidungen zu treffen und zu sich selber Sorge zu tragen. Diese Methode verbindet Bewegung mit Denken ohne zu schulmeistern oder ideologisch zu werden. Dabei entsteht Neues und eine Entwicklung ist möglich. Wie bei Arno del Curto (HC Davos), welcher jedes Jahr mit neuen Elementen trainiert und damit nicht stehen bleibt.
Interessant auch die Reaktion einer Kursteilnehmerin bei der Kontrolle der Fahrtüchtigkeit: Auf die Frage des Arztes, was sie denn mache, dass sie so beweglich und „zwäg“ sei, antwortet sie mit „Nichts“. Weil dieser Zustand für sie völlig normal und gewöhnlich ist. Siehe Moshé Feldenkrais: “Die Entdeckung des Selbstverständlichen“.
Hans Rissi
